Bienenkrankheiten – Bienensterben

Die größten Gesundheitsgefahren für unsere Bienen ergeben sich durch die Varoamilben und die Amerikanische Faulbrut (AFB).

Die Varoamilbe ist ein Parasit, der vor gut 30 Jahren nach Europa gelangt ist. Ausgangspunkt war der Versuch, hiesige Bienen mit asiatischen Bienen zu kreuzen. Die asiatischen Bienen waren bereits durch die Varoamilbe befallen und haben sie letztlich quasi im Handgepäck mitgebracht. Sie sind im Gegensatz zu unseren Bienen auch in der Lage, die Milben mit bestimmten Putztechniken zu bekämpfen. Die Varoamilbe nistet sich in den Brutzellen ein und schwächt die Bienen in allen Zyklen ihres Lebens. Dadurch werden sie auch für andere Gefahren, wie z.B. den Befall durch Viren anfälliger. Keine Frage, die Varoamilbe ist eine große Plage für die Bienen und Ursache dafür, dass es in den Wintermonaten zu beträchtlichen Völkerverlusten kommt. Wichtig ist die fachmännische Betreuung durch den Imker. Zu denken ist hier an verschiedene Möglichkeiten, wie z.B. der Brutentnahme oder der Behandlung mit Milch-, Ameisen- und Oxalsäure,  was ausschließlich nach der Trachtperiode geschieht. Wenn die Behandlung sitzt, sehe ich gute Chancen, die Varoamilben im Zaum zu halten. D.h. nicht, dass wir sie vollständig besiegen werden, auch wird es weiterhin zu Völkerverlusten kommen. Aber ein Aussterben der Honigbienen sollte vermieden werden können.

Die Amerikanische Faulbrut ist eine hochinfektiöse und sehr gefährliche Erkrankung von Bienenvölkern, die oft auf einen Mangel an Hygiene zurück zu führen ist. Hiervon werden schon die Bienenlarven in den Waben befallen, die Bienen selbst  schlüpfen gar nicht mehr. Durch vagabundierende Bienen wird diese Krankheit auch in Nachbarstöcke transportiert. Die seuchenartige Erkrankung ist  meldepflichtig, der amtliche Veterinär steuert die erforderlichen Maßnahmen. Dabei geht es einerseits um die Sanierung der erkrankten Völker, andererseits wird auch oft ein Sperrbezirk verhängt.

Ich selbst nehme regelmäßig an einem Monitoring teil. Hierzu werden Futterkranzproben entnommen und analysiert. Bei der Analyse auf Sporen können Infektionen in einem sehr frühen Stadium erkannt und die betroffenen Völker noch saniert und gerettet werden.

Allerdings besteht auch immer die Gefahr, dass Sporen von Importhonigen Schaden anrichten. Fast 75 % der Importhonige soll mit Sporen belastet sein. Das ist für Menschen zwar unbedenklich, für Bienen aber nicht. Deshalb ist darauf zu achten, dass Bienen keinen Zugang zu fremden Honigen haben. Auch bei Altglascontainern mit Honiggläsern ist Vorsicht geboten.