Aktivitäten am Bienenvolk

25. Oktober 2019 – Abwehr von Mäusen und Spechten

Heute habe ich die Fluglöcher mit Gittern und Keilen so eingeengt, dass keine Mäuse eindringen und sich dort im Winter an den Futtervorräten und auch den Bienen bedienen können. Sobald die Temperaturen frostig werden kommen auch noch Netze zur Abwehr von Spechten zum Einsatz, die ansonsten sehr gerne die Beuten aufhacken, um an die leckeren Vorräte der Bienen zu kommen.

23. Oktober 2019 – Kampf gegen die AFB

Heute habe ich die Futterkranzproben gezogen, die im Rahmen der AFB
(= Amerikanische Faulbrut )-Prophylaxe über den Kreisimkerverein zur Untersuchung an das Bieneninstitut in Celle gehen. Die AFB ist eine hoch-infektiöse Erkrankung der Bienen, die eine ernste Bedrohung darstellt. Mit  der Prophylaxe wird angestrebt, die Sporen der AFB in so einem frühen Stadium zu entdecken, dass frühzeitig eingegriffen werden kann.

15. Oktober 2019 – Ruhe kehrt ein …

Es tut sich nicht mehr viel bei den Bienenvölkern. Die Bienen wurden eingefüttert und auch mit Ameisensäure gegen Varroen behandelt. Bei gutem Wetter sind sie noch unterwegs, um von den verbliebenen Nektar- und Pollenquellen zu profitieren.  Ich werde jetzt noch die Fluglöcher mit einem Mäuseschutz verkleinern und zudem ein Netz zur Abwehr von Spechten anbringen.

Ansonsten läuft natürlich der Honigverkauf ( Zeiten und Orte s.u. „Termine“) und es gilt sich auf die nächste Saison vorzubereiten, d.h. Material und Werkzeug überprüfen, reinigen und bei Bedarf ergänzen

7.9. Bienen suchen auch außerhalb des Stocks noch Futter…

Die Sonnenblumen in unserem Garten lockten noch einige Bienen an. Erstaunlich war, dass einige Blumen stark umlagert waren, andere hingegen, die aus meiner Sicht genauso gut aussahen, nicht beachtet wurden.

5.9. Zweite Ration gefüttert

Heute habe ich den Bienen die zweite Ration Futter gegeben, wieder 5 Liter ( = 7 kg ) Futtersirup. Ich verwende ausschließlich Futtersirup und keinen Futterteig, weil ich keine spezifischen Nachteile sehe und es für mich in Verbindung mit den Futterzargen einfacher ist. Um allerdings einer möglichen Räuberei vorzubeugen verschließe ich die Fluglöcher weitgehend.

3.9. Völkervereinigung…

Eigentlich passiert nicht mehr viel. Bei einer Durchsicht habe ich allerdings festgestellt, dass in einem Volk zwar eine Königin vorhanden war, ich aber nur Drohnenbrut vorfinden konnte. Für diese Königin musste ein Ersatz gefunden werden. In einem anderen Volk habe ich keine Königin und auch keine frische Brut gefunden, dafür aber zwei Weiselzellen, was dafür spricht, dass es hier keine Königin mehr gab. Da ich keine Chance mehr sehe, dass es für die Begattung der später schlüpfenden Königin noch genug Drohnen gibt, habe ich die Weiselzellen eliminiert und diese beiden Völker mit den Bienen und der Königin vom Schaukasten vereinigt. Insgesamt sollte das ein starkes Volk werden, das problemlos über den Winter kommt.

17.8. Varroabekämpfung

Wie vom Bieneninstitut in Celle empfohlen habe ich für drei Tage unter dem Boden der Beuten eine sog. Kontrollschublade eingeschoben, um den natürlichen Milbenfall zu kontrollieren. Das Ergebnis war unauffällig, die Schwelle von 5 Milben pro Tag konnte ich bei keinem meiner Völker feststellen. Dessen ungeachtet habe ich mich entschieden doch eine Behandlung mit Ameisensäure durchzuführen. Ich baue nach wie vor auf die Schwammtuchmethode und gebe bei einzargigen Völkern 20 ml und zweizargigen 40ml.

2.8. Erste Ration eingefüttert

Am 2.8. habe ich den Bienen mit 5 Litern ( = 7 kg ) die erste Ration Futtersirup gefüttert. Mit den Futterzargen geht das ziemlich gut.  Aus Vorsichtsgründen habe ich die Fluglöcher eingeengt, damit es nicht zu einer ausschweifenden Räuberei kommt. Die Gefahr ist latent immer da, weil die Bienen ohnehin eine gute Nase haben und zudem auch offenbar registrieren, wenn es in den Nachbarvölkern etwas zu holen gibt.

31.7. Überwinterung mit zwei Bruträumen

Nach der Rückholung der Bienen aus Sehnde stand ich vor dem Problem, dass sich in den Honigräumen aller Bienenvölker noch etwas Honig befand. Es war allerdings so wenig, dass sich eine weitere Schleuderung nicht gelohnt hätte. Um aus der Not eine Tugend zu machen, habe ich die Honigräume in Bruträume umgewandelt. Das ging sehr einfach, ich musste nur das Absperrgitter entfernen und so der Königin die Möglichkeit geben, auch die dort befindlichen Waben zu bestiften. Die Bienen können so den Honig mit in ihren Wintervorrat einbinden. Im frühen Frühjahr kann ich dann den unteren=alten Brutraum entfernen und die ganzen alten dunklen Waben („schwarze Schätzchen“) einschmelzen und so die Wabenhygiene verbessern.

29.7. Rückholung der Bienen aus Sehnde

Nachdem klar wurde, dass die Tracht kaum mehr ausreicht, die Eigenversorgung der Bienen sicherzustellen, geschweige denn noch eine   weitere Schleuderung durchzuführen, habe ich die Honigsaison für beendet erklärt.  Den auswärtigen Standort in Sehnde habe ich aufgelöst und die dort stationierten Bienenvölker wieder  nach Misburg zurück geholt.


Mit der Schubkarre auf dem abgedroschenen Rapsfeld…


Ohne Anhänger geht es bei uns nicht mehr…

20.7. Gegenbesuch aus Frankreich

Völlig überraschend kam am 18.7. aus Frankreich unser Freund Reginald zu Besuch. Wir haben die Gelegenheit genutzt und gemeinsam nach den Bienen gesehen. Da Reginald – inspiriert durch mich –  inzwischen auch mit der Imkerei begonnen hat, war das für uns beide sehr interessant; Wiederholungen sind ausdrücklich gewünscht!

Seine Anregung, meine Homepage auch in seiner Muttersprache anzubieten, werde ich allerdings nicht aufgreifen. Das könnte nur im Chaos enden. Ich bin froh, dass wir uns so ganz gut verständlich machen können.

10.7. und 18.7. : Erste Schleudertermine für die Sommertracht

Am 10.7. war der erste Termin für die Schleuderung der Sommertracht in Sehnde, am 18.7. steht Misburg auf dem Programm. Die Ausbeute in Sehnde war deutlich schlechter als im Vorjahr. In diesem Jahr konnten wir die Bienen aber dort belassen. Das kann noch interessant werden, weil sich der in der Nähe befindliche Blühstreifen gut entwickelt hat. Man kann jedenfalls erkennen, dass sich die Phacelia von den Hagelschäden gut erholt zu haben scheint.

Der Tisch ist also gedeckt und am 11.7. konnte ich feststellen, dass die Bienen aktiv waren.

26.6. Bienen in einem Nistkasten ?

Heute wurde ich gebeten einmal nach einen Nistkasten für Meisen zu sehen, in den  vermeintlich Bienen eingezogen sein sollten. Ich war von vornherein skeptisch, weil der Lebensraum in einer solchen Behausung für Honigbienen viel zu klein wäre. Bei näherer Betrachtung stellte sich dann auch heraus, dass es Wespen waren. Da die Wespen offenbar eine friedliche Koexistenz mit den Bewohnern und Nutzern der Terrasse pflegten, gab es zum Glück keinen Stress; selbst die sonst üblichen Belästigungen durch Besuche der Kaffeetafel gab es nicht. Gleichwohl wird man den Nistkasten wohl in den Garten umsiedeln.

24.6. Imker und Bienen kämpfen mit der Hitze

Auch die Bienen finden die aktuellen Temperaturen von über 30 Grad nicht angenehm. Das Sammeln von Pollen und Nektar ist anstrengend, zudem gilt es den Stock zu kühlen. Hierzu sorgen die Bienen mit ihren Flügeln am Flugloch für eine ausreichende Ventilation, zudem tragen sie Wasser heran. Das Wasser wird vernebelt, um von der Verdunstungskälte zu profitieren. Dass die Bienen die große Hitze nicht mögen erkennt man auch daran, dass sie dann teilweise in dicken Trauben außerhalb des Stocks auf dem Flugbrett übernachten.

Ich versuche meine Durchsichtstermine so zu legen, dass ich die größte Hitze meide. Hierzu ist der Blick auf die Wettervorhersagen unerlässlich. Entweder wähle ich einen anderen Tag oder ich weiche auf die frühen Morgenstunden aus. Ferner profitiere ich von einem tollen Weihnachstgeschenk von meinem Sohn Markus. Er hatte im Internet einen Imkeranzug mit einer 3-lagigen Netzstruktur entdeckt, der luftdurchlässig ist ( Bee-Suit – Ventilated Mesh ) . Als Weihnachtsgeschenk ist er eigentlich zu teuer, aber …: Es scheint ein hochwertiges und funktionales Produkt zu sein. Auf jeden Fall ist es angenehmer einen Luftzug zu spüren und Körperwärme an die Umgebung abgeben zu können, statt in den klassischen weitgehend geschlossenen Anzügen zu überhitzen; da hilft dann auch kein Stirnband mehr…

9.6. Ablegerbildung und Königinnennachzucht

Die Ablegerbildung und Königinnennachzucht sind seit einigen Wochen in vollem Gange. Erstmals habe ich mir von Horst Schäfer eine Reinzuchtkönigin/Inselkönigin beschafft, mit der ich eine gezielte Umweiselung der Königinnen meiner Wirtschaftsvölker mit von ihr abstammenden „Töchtern“ vornehmen kann. Da meine Augen ein Umlarven nicht zulassen, entnehme ich einfach Brutwaben der Inselkönigin mit offener Brut und hänge diese in weisellose Wirtschaftsvölker und Ableger. Die Bienen ziehen daraus dann die neuen Königinnen, die rd. einen Monat nach dem Umhängen der Brutwaben in Eilage gehen. Bisher hat alles gut geklappt. Nach dem Ende der Sommertracht werde ich im Juli dann voraussichtlich auch die letzten älteren Monarchinnen ersetzen.

4.6. / 7.6. Schleudertermine

Wie geplant konnte ich die Frühtracht schleudern. Im Vergleich mit Imkerkollegen kann ich mit meiner Ernte noch zufrieden sein, selbst wenn ich im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 30 % verzeichnet habe.

Ein Bild vom Wasserturm in Langenhagen. Hier befinden sich die Räumlichkeiten des Imkervereins Langenhagen: Aufenthaltsraum, Schleuderraum und Lehrbienenstand.

 

1.6. Ausblick auf die ersten Schleudertermine

Meine Pläne gehen dahin, dass ich am 4. und 7.Juni 2019 die Frühtracht schleudern werde. Da die Honigreserven aus dem Vorjahr nahezu aufgebraucht sind, ist das sicherlich eine gute Nachricht. Hinsichtlich der Menge des zu erntenden Honigs gibt es allerdings keinen Grund zum Optimismus. Das schlechte Flugwetter im Mai hat die Bienen doch sehr beeinträchtigt, auch die Akazienblüte kam viel später in Gang als im Vorjahr. Aktuelle Umfragen bei den hiesigen Imkern zeigen, dass die Ernte im Vorjahr durchschnittlich mehr als doppelt so gut ausgefallen ist.  Das lässt sich nicht ändern. Man kann nur hoffen, dass die Sommertracht besser ausfällt…

13.5. Der Schaukasten ist wieder bewohnt …

Als Vorbereitung auf das Familienfest am 18.5. ( s. meine Terminübersicht ) habe ich jetzt den Schaukasten wieder bestückt.

Mit einer Brutwabe und einer Königin aus dem Vorjahr ( rot gezeichnet ) sollte sich das Mini-Völkchen gut entwickeln. Weil es aktuell noch nicht genug Bienen hat, um sich selbst zu versorgen, werde ich regelmäßig Futter geben. Mein Volk Nr. 3, dem ich die Königin, die Brut und die ansitzenden Bienen entnommen habe, wird sich rasch eine neue Königin ziehen. Bis diese mit der Eiablage beginnt wird es gut 4 Wochen dauern. Bis dahin werde ich dieses Volk regelmäßig mit Brutwaben ( ohne ansitzende Bienen ) aus anderen Völkern unterstützen.

10.5. Das wechselhafte Wetter hält an …

Immerhin scheint jetzt Besserung in Sicht zu sein – mit Aussicht auf besseres Flugwetter. Hoffentlich kommt es für die Rapsblüte nicht zu spät. Bisher sieht sie in Sehnde noch relativ gut aus. Hoffen wir mal, dass das noch so lange anhält, bis die Einsaat auf der nachbarlichen Grünbrache richtig in Schwung ist.

4.5. Kälteperiode in unseren  Breiten

Die aktuelle Kälteperiode sehe ich als Imker mit gemischten Gefühlen. Einerseits freut man sich über die Regenfälle, die hin und wieder kommen und die sich prinzipiell positiv auf die Nektarbildung auswirken. Andererseits kann man bei Temperaturen von oft weniger als 10 Grad nicht von gutem Flugwetter für Bienen sprechen. Das führt dazu, dass in den Honigräumen – wenn überhaupt- nur eine geringe Gewichtszunahme festzustellen ist. Also keine günstigen Perspektiven für die Frühtracht, zumal die Rapsblüte ihren Höhepunkt schon überschritten zu  haben scheint.

12.4. Die Rapsblüte beginnt …

Somit wurde es auch für uns Zeit, die für die Rapsblüte vorgesehenen Bienen an ihren  Standort in Sehnde zu bringen. Frühes Aufstehen war angesagt. Bei Morgentemperaturen von 2 Grad fragt man sich aber schon, ob der Frühling wirklich näher kommt. Ab der kommenden Woche soll es aber besser werden, wobei Wetter.com immer noch Nachttemperaturen von um den Gefrierpunkt prognostiziert. Warten wir also ab, mehr können wir ohnehin nicht tun.

Am heimischen Standort ist es  jetzt spürbar leerer geworden. Ein ungewohntes Bild, was sich aber mit der Ablegerbildung und der für Juli zu erwartenden Rückholung der Bienen aus Sehnde wieder ändern wird.

11.4. Starke Entwicklung der Völker …

Bei der heutigen Durchsicht zeigte sich, dass sich die Völker sehr gut entwickeln. Einzelne hatten sogar schon 7-8 Brutwaben, bei der nächsten Dursicht werde ich Ableger bilden. Auch findet sich schon etwas Nektar in den Honigräumen.

Um Platz zu schaffen habe ich einige Völker abgegeben.

9.4. Die Ergebiss vom Faulbrutmonitoring sind da…

Was lange währt,… .

Die Untersuchung meiner am 14.10. entnommen Futterkranzproben brachte wieder das erhoffte Ergebnis: Frei von bösartiger Faulbrut !

 

7.4. Der Frühling kommt näher…

Angesichts der frühlingshaften Temperaturen entwickelt sich die Baumblüte
( z.B. Mirabellen, frühe Kirschen) bereits sehr erfreulich. Somit wurde s Zeit die Honigräume aufzusetzen, damit die genug Platz habedn den eingetragenen Nektar vernünftig zu lagern. Sonst bestünde die Gefahr, dass der Nektar im Brutraum gelagert wird und es nicht mehr genug Platz für Brut gibt.

29.3. Frühjahrsdurchsicht

Bei der heutigen zweiten Kontrolle zeigte sich, dass sich die Völker insgesamt sehr positiv entwickeln. Das Brutbild hat sich nicht sehr stark verändert, die Bienenmasse scheint abere deutlich zugenommen zu haben.

25.2.2019 Winterkontrollen II

Heute habe ich bei frühlingshaften Temperaturen ( Februar=Winter???) meine Völker durchgesehen. Die Wetterbedingungen können mich schon verunsichern! Im Vorjahr fand diese Durchsicht 4 Wochen später statt und es waren ebenso 2-3 Brutwaben vorhanden.

Die Bienen selbst sind sehr aktiv und tragen fleißig Pollen ein. Alle meine Völker haben den Winter bisher gut überstanden und machen einen starken Eindruck! Es gab durchweg 2-3 Brutwaben, die Futtervorräte sind mit 14-19 kg mehr als ausreichend. Die meisten Königinnen haben sich so versteckt, dass ich sie nicht gesehen habe. Das ist allenfalls schade, aber nicht entscheidend, weil der Umkehrschluss gilt: Wenn man frische Brut findet muss es zwingend auch eine Königin geben.

Ich werde im März vermutlich Futterwaben entnehmen und durch Mittelwände ersetzen müssen, damit es hinreichend Platz für Brutwaben gibt.

28.1. 2019 Winterkontrollen…

Heute habe ich mir durch eine erste Sichtkontrolle einen Eindruck verschafft, wie es meinen Bienenvölkern geht. Hierzu habe ich die Deckel der Bienenbeuten angehoben und durch die Folien nachgesehen, wie die Wabengassen mit Bienen besetzt sind. Der Gesamteindruck war überwiegend so positiv, dass ich davon ausgehe, dass die Bienenvölker den Winter  gut überstehen werden. Lediglich ein Volk wirkte so schwach, dass ich mich entschieden habe, dieses mit einem anderen nicht ganz so starken Volk, bei dem die Königin auch schon relativ alt ist, zu vereinigen.

Bei der ebenfalls durchgeführten Gewichts- ( = Futter-) kontrolle ergab sich, dass alle noch über hinreichend Futter verfügen.  Das Bruttogewicht der Beuten schwankte zwischen 14 und 19 kg. Sollte sich im weiteren Verlauf des Winters zeigen, dass bei einzelnen Völkern Futtermangel auftritt, werde ich bei anderen Völkern hinreichende Reserven finden, dass ich einzeln Futterwaben umhängen kann.

11.12. Spechte und Bienenbeuten

Bei tiefen Temperaturen und Futtermangel sind Bienenbeuten auch für Spechte attraktiv. Sie hacken Löcher hinein, fressen den Honig und auch Bienen. Zurück bleibt eine demolierte Beute, bei der durch das Loch dann Zugluft entsteht, was dem Bienenvolk in seiner Wintertraube nicht gut bekommt. Zur Vorbeugung habe ich meine Bienenbeuten heute durch Vogelnetze geschützt.

4.12.  Winterbehandlung gegen die Varroen

Heute habe ich bei idealen Bedingungen ( Nachtfrost, aktuelle Temperatur gut 3 Grad ) die OS-Behandlung durchführen können. Die Bienen saßen in einer etwas aufgelockerten Traube und sollten beim Beträufeln gut benetzt worden sein. Insgesamt machen die Völker einen guten=starken Eindruck, lediglich das Volk aus dem Schaukasten scheint eher schwach zu sein.

23.11. Winterbehandlung gegen die Varroen im Blick

Es ist gut, dass sich normalisierte Wetterbedingungen eingestellt haben, weil man jetzt bessere Chancen hat die Winterbehandlung der Bienen mit Oxalsäure durchzuführen. Dies setzt nämlich voraus, dass die Bienenvölker vollkommen brutfrei sind. Die Brutaktivitäten werden regelmäßig bei Frost eingestellt, was bei uns am 17.11. der Fall war. Idealerweise wartet man jetzt 21 Tage,  bis auch die letzten Bienen aus den bis zu diesem Tag gelegten Eiern geschlüpft sind.  Dies wäre am 8.12. der Fall. Weitere Bedingung ist, dass es auch an diesem Tag relativ kühl ist und die Bienen eine Wintertraube bilden. Dann könnte man diese Bienentraube gut mit der Oxalsäure beträufeln und die Bienen würden die Oxalsäure gut untereinander verteilen und damit dann auch ( hoffentlich ) viele Varroen kontaminieren.

Ich habe mich entschlossen, diese Behandlung auf jeden Fall durchzuführen, auch wenn die Kontrolle des natürlichen Varroen-Falls mittels spezieller Schubladen keine Überschreitung des Schwellenwertes von 1 Milbe/Tag ergeben hat. Je weniger Varroen noch vorhanden sind ( alle wird man ohnehin nicht erwischen … ) umso besser! Das heißt aber auch die weitere Wetterentwicklung zu beobachten. Wenn sich gemäß Wettervorhersage vor dem 8.12. ein Wärmeeinbruch abzeichnen würde müsste ich vorher noch behandeln, selbst wenn noch nicht alle Bienen geschlüpft sind.

Klar ist, dass die Behandlung noch in diesem Jahr erfolgen muss, weil in dem jeweiligen Kalenderjahr der Honigernte keine Behandlung der Bienevölker mit irgendwelchen Mitteln vorangehen darf. Sonst besteht die Gefahr, dass Rückstände in den Honig gelangen.

5.11.  November ????

Bei den derzeitigen Temperaturen von 16 Grad und mehr kann man sich schon fragen, ob das noch normal ist. Einen derartigen Flugbetrieb der Bienen wie in diesen Tagen habe ich im November noch nicht erlebt. Offenbar finden die Bienen teilweise sogar etwas Nektar und Pollen.

Ich gehe davon aus, dass wieder starke Brutnester aufgebaut werden und im Winter dann – wenn er tatsächlich noch kommt – mehr Bienen durchgefüttert werden müssen und dadurch dann auch der Futterverbrauch ungewöhnlich hoch sein wird.  Der Futterkontrolle kommt dann eine besondere Bedeutung zu.

16.10. Futterkranzproben

Heute habe ich Futterkranzproben entnommen, die über den Imkerverein zur Untersuchung an das Bieneninstitut in Celle weitergegeben werden. Bei der jährlich stattfindenden Untersuchung wird in einem Frühstadium festgestellt, ob Sporen der Amerikanischen Faulbrut nachweisbar sind. Darauf basierend werden dann im Frühjahr Gesundheitszeugnisse ausgestellt, die nicht nur mir als Imker die Sicherheit geben, dass meine Bienen insoweit gesund sind. Sie geben auch Sicherheit, wenn man Bienenvölker verkaufen oder – was ich nicht vorhabe – mit seinen Bienen auf Wanderschaft gehen möchte.

Es wäre natürlich ideal, wenn sich  möglichst alle Imker routinemäßig an der kostenfreien Untersuchung beteiligen würden, damit nicht nur bezogen auf einzelne Bienenstände sondern gebietsweise Sicherheit besteht.

3.10. Einfüttern und Varroa-Kontrolle

Heute haben meine Bienen die dritte und damit letzte Futterration bekommen. Im Vorfeld hatte ich die Beuten gewogen und dabei  erstaunliche Gewichtsunterschiede festgestellt.  Das Beutengewicht hatte – trotz gleicher Futterrationen – eine Spannbreite von 17 bis 23 kg.  Erklärung hierfür könnte sein, dass die leichteren Völker im Vergleich weniger Nektar eingetragen und schon mehr von der Substanz gezehrt haben. Entsprechend habe ich die heutige Futterration nach dem Ausgangsgewicht so angepasst, dass alle Völker mit einem Bruttogewicht von 25 kg in den Winter gehen. Im weiteren Verlauf werde ich die Entwicklung beobachten (müssen!).

Die Zählung der nach der Ameisensäurebehandlung gefallenen Varroen brachte ebenfalls größere Unterschiede. Bei den Wirtschaftsvölkern waren es im Durchschnitt gut 50 (Spannbreite 9 – 96), bei den Ablegern im Durchschnitt gut 100 (Spannbreite 20 – 140).  Selbst die 140 gefallenen Milben sind für mich zwar kein Alarmsignal, ich werde aber bei geeigneter Witterung über eine zweite Behandlung nachdenken.

30.9. Varroa-Kontrolle

Bei der zweiten Varroa-Kontrolle habe ich etwas mehr Varroen gefunden. Die Zahl war zwar nicht allarmierend, gleichwohl habe ich mich entschieden sicherheitshalber eine Ameisensäurebehandlung ( Schwammtuchmethode ) durchzuführen. Die Witterung war bei einer Außentemperatur von 17 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von gerade 40 % optimal. Die Bienenvölker sind stark und haben nach meinem Eindruck derzeit nur wenig Brut die Schaden nehmen könnte. Ich bin gespannt, wie viele Varroen sich in den Schubladen wiederfinden.

13.9. Einfüttern und Varroa-Kontrolle

Nach dem letzten Schleudertermin war es wichtig, bei den Bienen eine hinreichende Futterversorgung sicherzustellen. Mit dem Einsatz von Futterzargen geht das recht gut, weil das Bienenvolk selbst nicht mehr geöffnet werden muss. Ich plane für die Fütterung pro Bienenvolk rund 18 kg  Futtersirup ein. Dies verabreiche ich in drei Etappen, damit die Bienen im Spätsommer für die Einrichtung von Brutnestern noch ausreichend  Platz haben.

Parallel dazu habe ich auch die erste Varroa-Kontrolle durchgeführt. Diese erfolgt mit Schubladen, die unter dem Gitterboden der Beuten eingeschoben werden. Nach 4 Tagen werden die Schubladen entnommen und die gefallenen Varroen gezählt.  Diese Methode ist nicht ganz zuverlässig, weil man zu Fehlschlüssen gelangen kann, wenn die Varroen z.B. von Ameisen abgesammelt wurden. Bei mir war die Zahl der gefallenen Varroen so niedrig, dass ich von keiner akuten Gefährdung meiner Bienen ausgehen muss. Hier dürfte sich die Strategie des Drohnenbrutschneidens und neuerdings der vollständigen Brutentnahme positiv ausgewirkt haben.

2.9. Jetzt ist auch die Sommertracht abgefüllt

Heute haben wir die restliche Sommertracht abgefüllt. Bei den Bienen, die wir auswärts am früheren Standort im Raps  belassen konnten, fällt der Honig noch relativ hell aus.  Hier wird eine Wildblumenmischung den Ausschlag geben, wobei insbesondere die Phacelia eine Rolle gespielt haben dürfte. In Misburg wird nach meinem Eindruck der Geschmack des Blütenhonigs überlagert durch den höheren Anteil an Blatthonig, was gerade bei dem am 21.8. geernteten Resthonig  deutlich wird. Der Honig ist dunkelbraun, ( nur ) farblich ähnlich wie Rübensaft. Geschmacklich fällt die gesamte Sommertracht je nach Standort und Erntedatum sehr unterschiedlich aus, zeigt aber eine große Geschmackstiefe und ist auf jeden Fall sehr interessant und reizvoll.

21.8. Heute haben wir den Resthonig geschleudert

Angesichts der Empfehlung des Bieneninstituts in Celle, den Bienenbeuten sämtlichen Waldhonig zu entnehmen, weil dieser als Wintervorrat nicht geeignet sein soll, haben wir heute noch einmal geschleudert. Die Ausbeute war eher überschaubar, immerhin haben wir so noch etwas Waldhonig geerntet und der Empfehlung des Bieneninstituts Rechnung getragen.

Die abgeschleuderten Waben haben wir den Bienen zum Ausschlecken gegeben, in ein paar Tagen kann es dann die erste Ration an Futter geben.

20.8. Tolle Bilder

Markus hat mir noch ein paar schöne Bilder zugeleitet, die er bei uns im Garten gemacht hat.

19.8. Eine erste Bienendurchsicht nach der Brutentnahme

Bei der ersten Durchsicht nach der weitgehenden Brutentnahme zeigt sich, dass alle Völker weiselrichtig und alle Königinnen brütend aktiv sind – allerdings auch in unterschiedlicher Intensität. Ich gehe davon aus, dass sich dies in den nächsten Wochen, insbesondere nach der Einfütterung deutlich intensivieren wird. Den Varoabefall werde ich aufmerksam beobachten
( müssen ).

18.8. Bienen sind auch Räuber !!!

Bienen sind zweifellos faszinierende Tiere, denen wir Menschen viel zu verdanken haben. Dabei sind sie aber auch hoch veranlagte Räuber. Das gilt insbesondere in der trachtarmen Zeit. Sobald sie den Geruch von attraktiver Nahrung aufnehmen, stürmen sie die entsprechenden Quellen ohne Rücksicht auf Verluste und nutzen auch vermeintlich kleinere Fehler der Imker aus.

Kurz nach dem wir uns in den Urlaub nach Frankreich verabschiedet hatten, ist uns dies auch noch einmal vor Augen geführt worden. Ich hatte in meinem kleinen, lediglich mit Flechtzaunelementen ausgestatteten Lagerschuppen auch Zargen gelagert, in denen sich noch Honigreste befanden. Leider hatte ich diese nicht sorgfältig verschlossen. Ein Deckelelement stand etwas offen, was die Bienen herausgefunden und anschließend den Schuppen und den ganzen Zargenturm gestürmt haben.

Das Ergebnis sieht man auf diesem Video ( Es lohnt sich den Ton einzuschalten!) .

Im Ergebnis gab es im Schuppen und im gesamten Umfeld einen extremen Flugbetrieb. Da ich selbst auf der französischen Atlantikinsel Groix war, und nicht zurückkommen konnte, hat sich mein Sohn Markus – mit Unterstützung unserer Nachbarin Bernadetta und meinem Imkerkollegen Rüdiger – der Herausforderung gestellt – und sie mit Bravour gemeistert.  Die Bienen mussten abgefegt und die Zargen an einen anderen Ort verbracht werden. Dazu muss man wissen, dass Markus bisher eine eher distanzierte Beziehung zu den Bienen hatte.  Er hat sich also das erste Mal eine Schutzanzug angezogen und bei Temperaturen von gut 30 Grad den Lagerschuppen leer geräumt und damit das Problem beseitigt. Und dies alles neben seiner beruflichen Tätigkeit und den weiteren Arbeiten, die bei Haus und Hof – insbesondere bei einer Hitze- und gleichzeitigen Dürreperiode – ohnehin anfallen. Diese Großbaustelle hätter er nicht gebraucht!

Ich bin allen, die mit zugefasst haben, für ihre Unterstützung sehr dankbar!  Das gilt insbesondere für  Markus, der wieder einmal gezeigt hat, dass er ein toller Typ ist, auf den man als Vater stolz sein kann!

2.8. Die Erntezeit ist vorbei, oder ?

Nachdem ich am 9. und 18. Juli die Sommertracht geschleudert habe, war ich eigentlich darauf eingestellt, dass damit die Erntezeit vorbei ist und die Bienen auf den Winter vorzubereiten wären. D.h., im ersten Schritt eine erste Futterration  geben und danach mit Ameisensäure die Varoa bekämpfen.

In diesem Jahr ist alles etwas anders !

Einerseits tragen meine Bienen weiter fleißig Honig ein, den sie mangels der von mir entfernten Honigräume im Brutraum verteilten, der damit drohte zu verhonigen. Damit ist die Gefahr verbunden, dass es nicht mehr genug Platz für die Eiablage und die Nachzucht der Winterbienen gibt. Dies habe ich zum Anlass genommen, testweise für eine Woche wieder Honigräume mit ausgebauten Mittelwänden ( das sind die abgeschleuderten Honigwaben, die die Bienen ausgeschleckt und repariert hatten ) zu geben.

Bei der heutigen Durchsicht zeigte sich dann, dass die Bienen die Honigräume gut angenommen und Honig ( es dürfte sich um Blatthonig handeln … ) eingetragen haben. Lediglich bei drei Völkern war das Ergebnis so dürftig, dass ich diese Honigräume aufgelöst und die wenigen einigermaßen befüllten Honigrähmchen auf die Honigräume der anderen Völker verteilt habe.  Ich werde das weiter beobachten und ggfs. noch einen Schleudertermin einplanen.

Hinsichtlich der Varoabekämpfung kann ich aus mehreren Gründen nicht so vorgehen wie gewohnt. Die Behandlung mit Ameisensäure ist bei der derzeitigen Hitzeperiode für Bienen und Imker zu gefährlich, hierauf wurde per Infobrief auch seitens des Bieneninstituts in Celle hingewiesen. Dabei hatte das Bieneninstitut berichtet, dass bei den dort geführten Völkern nur eine schwache Belastung mit Varoen beobachtet wurde.  Zudem kommt die Behandlung mit Ameisensäure ohnehin nicht in Frage, wenn evtl. noch Honig geerntet werden soll.

Ich habe mich nicht nur deshalb entschieden, einmal eine systemische Varoabekämpfung durchzuführen, die – wenn es gut läuft – ohne Ameisensäure auskommen soll. Das Schlüsselwort ist

„komplette Brutentnahme“,

die ich in zwei Schritten am 25.7. und 2.8. durchgeführt habe. Damit soll eine drastische Reduzierung der Varoen einhergehen, weil diese während dieser erzwungenen Brutpause vorübergehend keine älteren Bienenlarven finden, um dort ihren Nachwuchs zu platzieren. Meine Königinnen werden jetzt hoffentlich ad hoc wieder mit der Eiablage für die Winterbienen beginnen und für eine hinreichende Winter-Volksstärke sorgen.

Ich bin neugierig, ob das so funktioniert. Es fällt auch schon schwer, die komplette Brut zu entnehmen, wenn es aber hilft und eine weitgehend giftlose Varoabekämpfung ermöglicht, wäre das eine tolle Alternative. Ich werde berichten!

9-7- und 18.7.Schleudertermine für die Sommertracht

 

2.7. : Alle Bienen sind wieder zuhause …

Da der Raps geerntet werden soll, haben wir die Bienen heute wieder nach Hause geholt. Insgesamt gesehen hatten wir eine gute Rapsernte und im Anschluss – dank der unten beschriebenen Grünbrache – noch gute Trachtergebnisse. Hingegen haben die Bienen in Misburg bedingt durch die Witterung und schlechtere Trachtquellen teilweise von der Substanz gelebt.  Wir planen jetzt am 9.7. die auswärtige Tracht und am 18.7. den Misburger Honig zu schleudern. Ob wir dann noch einmal Honigräume aufsetzen, werden wir kurzfristig im Lichte der Trachtquellen in unserer Nachbarschaft entscheiden.

Ansonsten gehen nach der Sommersonnenwende die Brut- und damit auch die Schwarmstimmung in den Bienenvölkern spürbar zurück. Das bedeutet bei meiner Betriebsweise eine deutliche Entlastung, weil keine wöchentliche Schwarmkontrolle mehr erforderlich ist. Insofern werden hier die zeitlichen Abstände zwischen den einzelnen Berichten jetzt größer…

9.6. : Eine Trachtlücke ???

Verbreitet besteht die Sorge, dass sich in den nächsten Wochen eine Trachtlücke ergibt. Das sieht man den blühenden Bäumen und anderen Pflanzen nicht unbedingt an. Die Linde blüht aktuell verbreitet, ob sie bei der vorherrschenden Trockenheit Honig produziert ( „honigt“)  ist aber zweifelhaft. Man kann als Imker nur beobachten und muss im Zweifel früher mit der Einfütterung beginnen.

Bisher kann ich bei meinen Bienen keine Trachtlücke feststellen. Der Raps ist zwar vollständig abgeblüht, der Rapsbauer hat aber direkt in der Nachbarschaft eine größere Grünbrache mit einer bienenfreundlichen Blühmischung ( u.a.  Phacelia ) eingesät. Deshalb können die Bienen jetzt noch an diesem Standort bleiben, die Entfernung von 500 Metern stellt kein Problem dar. Ein Umsetzen wäre auch nicht möglich, weil die Flugbienen dann an den ursprünglichen Standort zurück kehren und verzweifelt ihre Heimstatt suchen würden.

Auch hier wirkt sich die Trockenheit aus, aber das Trachtangebot scheint insgesamt so groß zu sein, dass die Bienen noch Nektar eintragen können. Es ist schon sehr beeindruckend zu sehen, wie diese Blumenwiesen von vielen Insekten wie Hummeln, Wildbienen und natürlich Honigbienen angenommen wird.

Bei meinem Standort in Misburg bietet die Vielfalt der Blumen in den umliegenden Gärten offenbar ebenfalls hinreichende Nektarquellen.

6.6. : Der Misburger Honig wird gerührt und abgefüllt

Nachdem der Rapshonig abgefüllt wurde, haben wir damit begonnen, den Misburger Honig zu rühren und abzufüllen. Damit steht ab sofort wieder Frühtracht zum Verkauf zur Verfügung.

Die Entwicklung der Konsistenz der  hiesigen Tracht ist in diesem Jahr schwer einzuschätzen. In den Vorjahren konnte man davon ausgehen, dass unser Misburger Honig relativ fest wurde.  Bei den in diesem Jahr dominierenden Trachtquellen waren neben der typischen Obstbaumblüte auch die Kastanie und insbesondere Akazie dabei. Reiner Akazienhonig ist dafür bekannt, dass er dauerhaft flüssig bleibt. Insofern müssen wir abwarten, inwieweit diese Eigenschaft auch die Konsistenz der Misburger Frühtracht beeinflusst.

4.6. : Der Rapshonig wird abgefüllt

Da der Rapshonig nach meinem Eindruck dickflüssiger wird, haben wir mit dem Abfüllen begonnen. Die typisch helle Farbe stellt sich in wenigen Tagen ein, auch die Konsistenz wird noch fester werden.

30.5.  : Der Rapshonig wird gerührt

Bevor der Honig abgefüllt wird muss er gerührt werden. Ziel ist es, die Zusammenballung von größeren Zuckerkristallen zu verhindern. Mit dem Rühren beginnt man bei Beginn des Kristalllisationsprozesses.

30.5. : Der Misburger Honig wurde geschleudert

Mit der heutigen Ernte des Honigs, den meine Bienen in meinem Garten in Misburg eingetragen haben, ist die Ernte der Frühtracht beendet. Insgesamt würde ich bei der Frühtracht von einer sehr guten Ernte sprechen. Als nächstes tragen die Bienen jetzt die Sommertracht ein. Was das genau sein wird kann bei der Standimkerei niemand im voraus sagen. Abstrakt formuliert enthält die Sommertracht alles das, was die Bienen zwischen den Ernteterminen für die Frühtracht ( bei mir: 26. + 30.5. ) und dem Termin für die Sommertracht ( voraussichtlich Ende Juli/ Anfang August ) eintragen. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird die Lindenblüte hoffentlich wieder die übliche Rolle spielen, nachdem sie in 2017 dem schlechten Wetter zum Opfer gefallen ist.

26.5. : Rapshonig wurde geschleudert

Frühes Aufstehen ( 5.15 Uhr ! ) ist angesagt, damit man bevor der Bienenflug einsetzt beginnt die Honigräume abzuräumen und diese dann bienenfrei zum Schleudern transportiert. Dies wird erleichtert, wenn man ca. 24 Stunden vorher unter den Honigräumen  Bienenfluchten einbaut. Die Bienen können sich dadurch in Richtung Brutraum bewegen, aber nicht wieder zurück. Dadurch hat man nur noch wenige Bienen in den Honigräumen, was die Arbeit enorm erleichtert.

Beim Schleudern fallen verschiedene Arbeiten an:

Die Waben sind von dem von den Bienen angebrachten Deckelwachs zu befreien. Wir machen das nach wie vor auf die traditionelle Art mit sog. Entdeckelungsgabeln.

Die so vorbereiteten Waben werden geschleudert. Das Deckelwachs wird gesammelt und eingeschmolzen.

Der geschleuderte Honig wird direkt am Auslaufhahn  der Schleudern mit einem Doppelsieb ( grob und mittel ) von Schwebkörpern befreit und später dann auch noch durch ein Spitzsieb ( fein ) gegeben.

Noch verbleibende Schwebstoffe sammeln sich später zusammen mit  aufsteigenden Luftblasen im Honigeimer an der Oberfläche und können dort mit einem Löffel oder Teigschaber entfernt werden.

Sobald der Kristallisationsprozess Fahrt aufnimmt – das wird beim Rapshonig erfahrungsgemäß nicht lange auf sich warten lassen – ist der Honig zu rühren. Damit soll verhindert werden, dass sich größere Kristalle bilden. Ich habe mir dafür vor ein paar Jahren einen „Rührmeister“ gekauft, mit dem das ganze dann maschinell zu erledigen ist. Zwar muss ich dabei die schweren Honigeimer auf den Drehteller wuchten, insgesamt bin ich mit dem Gerät aber sehr zufrieden

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Dann bleibt nur noch die Abfüllung in die Honiggläser.

21.5. : Ein Schwarm …

Heute erhielt ich einen Anruf vom Kloster Karmel St. Josef in Hannover. Dort hatte sich in dem Zwischenraum eines zweischaligen Mauerwerks wieder ein Bienenschwarm niedergelassen.  Leider konnte man ihn nicht erreichen, weil der von den Bienen als Eingang ausgewählte Lüftungsschlitz zu klein war.  Sie werden deshalb hier wohnen bleiben, es aber schwer haben über den Winter zu kommen. Es empfiehlt sich derartige Lüftungsschlitze zu schließen, weil es sonst immer wieder geschehen kann, dass sich Bienen hier niederlassen.

19.5. : Die Rapsblüte geht spürbar zu Ende

Rapsblüten sind tatsächlich kaum noch zu sehen. Die dort im Außeneinsatz tätigen Bienen haben es zunehmend schwer, hinreichende Trachtquellen zu finden. Dafür haben wir in unserem heimischen Umfeld in diesem Jahr eine starke Blüte der  Akazien, wie wir sie seit vielen Jahren nicht mehr hatten.  Mal sehen, was davon in den Honigtöpfen ankommt… . Ansonsten bereiten wir uns auf die Schleuderung der Frühtracht vor und freuen uns, dass die honigfreie Zeit langsam zu Ende geht.

12.5.  : Alles im grünen Bereich

Bei der wöchentlichen Durchsicht zeigen alle Bienenvölker weiterhin eine erfreuliche Entwicklung. Die Bienen tragen fleißig Nektar ein, die Honigräume sind dementsprechend gut gefüllt. Auffällig ist allerdings, dass die Rapsblüte nicht mehr so üppig zu sein scheint und die Rapsblüte in diesem Jahr relativ kurz sein dürfte. Da ich die Schleudertermine bereits reserviert habe ( 26. und 30.5. ), steht die Ernte der Frühtracht bald an.

5.5. :  „Volle Honigtöpfe“ …

Das wünschen sich Imker ( weil „Mast und Schotbruch“ nicht so gut passen würde …). Dieses Ziel haben auch die Bienen, weil es für sie ja eigentlich darum geht, hinreichende Wintervorräte anzulegen. Die Bienenköniginnen bringen es derzeit zu Höchstleistungen ( bis zu 2.500 Eier am Tag !!! ), damit starke Völker das reichliche Trachtangebot ausnutzen können. Meine imkerliche Aktivität beschränkt sich auf die Schwarmkontrolle und das Aufsetzen zusätzlicher Honigräume. Zudem habe ich meinen Schaukasten wieder in Betrieb genommen. Hierzu habe ich von einem Wirtschaftsvolk eine Brutwabe mit einer gelb gezeichneten Königin ( Geburtsjahr 2017 ) umgehängt und diese mit einer Futterwabe ergänzt. Das jetzt weisellose Volk wird sich aus der reichlich vorhandenen frischen Brut eine neue Königin heranziehen, die – wenn alles gut geht – in ca. 4 Wochen selbst damit beginnen kann, Eier zu legen. Den Verlust an frischen Bienen werde ich dadurch zu kompensieren versuchen, dass ich aus zu schröpfenden Nachbarvölkern Brut ergänze.


Der Schaukasten ist wieder in Betrieb. Auf dem unteren Bild kann man – mit etwas Mühe – die gelb gezeichnete Königin sehen.

Das Gewicht der Honigräume kann gut 30 kg erreichen und  macht mir durchaus zu schaffen. Ich habe mir daher halbe Honigzargen beschafft, die vertikal geteilt sind und mir ermöglichen mit dem gleichen Rähmchenmaß zu arbeiten. Der Gewichtsunterschied der Holzzarge (  8,9 kg ) zu den Styroporbeuten ( 4,7 kg )  ist zwar beachtlich, relativiert sich aber, wenn man 6 Honigwaben in einer halben Zarge ( Materialgewicht der halben Zarge rd. 4,5 kg )  mit 11 Honigwaben in der Styroporbeute vergleicht. Ich werde sehen, ob es sich in der Praxis bewährt.

28.4. :  Schwarmzeit +  Frühtracht = Spannende Zeiten für Imker

Von April bis hin zur Sommersonnenwende im Juni steht auch bei mir die Schwarmprohylaxe im Fokus. Hierzu nehme ich im wöchentlichen Abstand eine Durchsicht vor, um dafür zu sorgen, dass die Bienen ausreichend Platz für den anfallenden Nektar und die Brutaktivitäten haben. Der Nektar wird als Honig im  Honigraum eingelagert, der – getrennt durch ein Gitter, das die Passage der Königin verhindert – auf den Brutraum aufgesetzt wird. Wenn der Honigraum gut gefüllt ist, was man sehr gut am zunehmenden Gewicht erkennt, wird einfach ( das sind die Vorteile der Magazinbeuten ! ) ein weiterer Honigraum aufgesetzt. Ein neuer Honigraum wird – soweit vorhanden – gern mit ausgebauten Mittelwänden aus den Honigräumen bestückt, weil die Bienen dann direkt mit der Honigeinlagerung beginnen können. Wenn diese nicht in ausreichender Zahl vorhanden sind, werden sie um normale Mittelwände ergänzt, die von den Bienen dann noch auszubauen sind.

Für ausreichenden Platz im Brutraum sorge ich, indem ich darauf achte, dass überschüssige Brutwaben entnommen werden. Als Ersatz erhalten die geschröpften Völker neue Waben mit Mittelwänden. Überschüssig sind Brutwaben bei mir, wenn mehr als 6 Brutwaben vorhanden sind. Die Bienenvölker werden insoweit geschröpft. Die überschüssigen Brutwaben meiner Völker entnehme ich mit aufsitzenden Bienen ( aber ohne Königin ! ) und platziere sie in einer neuen Beute und bilde so Sammelbrutableger.  Sofern dies am selben Standort geschieht verliere ich so einige Flugbienen, weil diese in ihr Herkunftsvolk zurückkehren. Gleichwohl reicht die Bienenmasse noch aus, damit diese ein neues Volk aufbauen können. Wichtig ist dabei, dass sich in den Brutwaben hinreichend frische Brut ( Eier oder Stifte ) befindet, weil die Pflegebienen damit eine neue Königin heranziehen und so den Fortbestand eines vollwertigen Volkes sicher stellen können.

Ferner werden Drohnenwaben mit verdeckelter Brut entnommen und durch neue Leerrähmchen ersetzt. Dabei verwende ich aber die ganz normal verdrahteten Waben, weil die Drahtverspannung für eine größere Stabilität sorgt. Die Drohnenwaben zu entnehmen ist ein wichtiger Baustein bei der Varoabekämpfung, weil die Varoen ihre Larven bevorzugt in der Drohnenbrut platzieren. Man spricht deshalb gelegentlich auch von Fangwaben.

Insgesamt kann man die ausreichende Bereitstellung von Honigwaben, Brutwaben für Immen und Drohnen auch als Arbeitsbeschaffungsprogramm für die Bienen sehen.  Sie mögen es, Waben auszubauen und werden so von ihrem Schwarmtrieb abgelenkt.

Ansonsten kann man sich auch als Imker die Zeit nehmen, um die wunderbare Blütenpracht zu bewundern und zu genießen. Von so einer Obstbaumblüte haben wir im letzten Jahr nur geträumt! Wir sprechen oft davon, dass wir – wenn wir durch den Garten gehen – eine Aromadusche nehmen und dabei noch einen blühenden Apfelbaum finden, der vorübergehend summt – eine wirklich tolle Erfahrung und eine tolle Jahreszeit !

Fleißige Bienen im Einsatz …

Beim Ableger herrscht schon reger Flugbetrieb …

 

 

 

21./22.4. : Jetzt geht es langsam richtig los …

Mit der Obstbaumblüte und der beginnenden Rapsblüte zeigen die Bienen ihren sprichwörtlichen Fleiß. Das Trachtangebot scheint riesig. Unermüdlich fliegen sie ein und aus und tragen Nektar, Pollen und Wasser ein. Allerdings sehe ich als Handicap die vergleichsweise noch geringe Volksstärke, weil die Brutaktivitäten aufgrund der relativ späten und lang anhaltenden Frostperiode erst relativ spät in Gang gekommen ist. Man wird sehen, wie die Ernte bei der Frühtracht ausfällt.

 

Meine Bienen in der Apfelbaumblüte …

Mein temporärer Standort im Raps …

Bienen nutzen nicht nur den Teich unserer Nachbarn, sondern auch unsere Vogeltränke zum Wasser holen.

7. April 2018: Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte…

Was für ein toller Anblick!

Man sieht den Bienen die Freude an, dass sich der Winter nun wohl endgültig verabschiedet hat. Zumindest sollte es keine längeren Frostperioden – und damit verbundene Brutpausen – mehr geben. Das Trachtangebot ist allerdings noch sehr begrenzt, insofern sind derzeit „findige“ Bienen gefragt …

2. April 2018: Frühjahrsdurchsicht …

Bei der Frühjahrsdurchsicht zeigt sich, dass offenbar alle Völker den Winter gut überstanden haben. In allen Völkern finden sich verdeckelte Brutnester, die allerdings bedingt durch die außergewöhnliche lange Frostperiode noch relativ klein sind. Dies dürfte aber in den nächsten Wochen zu kompensieren sein. Die Futtervorräte sind allerdings aufmerksam zu kontrollieren.

27. März 2018 : Fleißige Bienen …

Trotz der mit ca. 6 Grad im Schatten noch relativ niedrigen Temperaturen haben sich die Bienen durch die Sonne locken lassen und waren heute ziemlich aktiv. Sie haben die Krokusse entdeckt, auch Hummelköniginnen zeigten sich.

5. März 2018 : Durchsicht der Bienenvölker
Fast frühlingshafte Temperaturen von gut 10 Grad locken die Bienen nach draußen, sie nutzen die Gelegenheit zu einem ersten Reinigungsflug. Ein toller Anblick, das lebhafte Treiben vor dem Bienenstock zu sehen.

Bei der Durchsicht habe ich mich auf eine Reinigung der Gitterböden, die Kontrolle der Randwaben und eine Sichtkontrolle der Futtervorräte beschränkt. Einzelne gut bestückte Futterwaben wurden dichter an das Brutnest gehängt, damit die Bienen von der Traube aus einen direkten Zugang haben und die Futterkette bei tiefen  Temperaturen nicht abreißt. Futtervorräte scheinen insgesamt ausreichend. Auffällig war, dass die Bienen in einigen 2-zargigen Völker erhebliche Wasservorräte angelegt haben. Bei zwei mit Wasser gut gefüllten Waben könnte dies bei einer allein auf einer Gewichtskontrolle basierenden Abschätzung der Futtervorräte zu gefährlichen Fehleinschätzungen führen.

 

23. Februar 2018: Durchsicht der Bienenvölker
Der Winter hat Einzug gehalten. Die Nachttemperaturen liegen  aktuell unter, Tagestemperatur nur leicht über dem Gefrierpunkt.

Bei diesen Umfeldbedingungen befinden sich die Bienen in der Wintertraube, um sich gegenseitig ( d.h. insbesondere die Königin )  zu wärmen.  Bei der Durchsicht der Bienenvölker im Winter dürfen die Bienen nicht groß gestört werden. Auf jeden Fall sollten keine Waben gezogen werden, weil dies für die Bienentraube zu heftigen Wärmeverlusten führen würde.  Es erfolgt deshalb einerseits nur eine optische Kontrolle. Durch die aufgelegte Folie hindurch kann man die Bienentraube gut erkennen und ungefähr abschätzen, wie stark das Volk   noch ist.

 


Ein starkes Volk !

 

Zudem nehme ich mit einer Kofferwage eine Gewichtskontrolle vor, um ein Gefühl dafür zu bekommen, über welche Futtervorräte das Volk noch verfügt.

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Die Ergebnisse werden notiert und ausgewertet.

Aktueller Gesamteindruck: Durchweg positiv.
Die Völker dürften noch über ausreichende Futtervorräte verfügen. Bei der Volksstärke zeigen sich naturgemäß Unterschiede, wobei keine richtigen Sorgenkinder zu entdecken sind. Ich bin optimistisch, dass alle Völlker den Winter gut überstehen. 🙂