Honig aus der Imkerei Misburg

Honig

…Ernten

Für die Honigernte ist frühes Aufstehen ( 5.00 Uhr ! ) angesagt, damit man bevor der Bienenflug einsetzt die Honigräume abräumen und diese dann bienenfrei zum Schleudern transportieren kann. Dies wird erleichtert, wenn man ca. 24 Stunden vorher unter den Honigräumen  Bienenfluchten einbaut. Die Bienen können sich dadurch in Richtung Brutraum bewegen, aber nicht wieder zurück. Dadurch hat man nur noch wenige Bienen in den Honigräumen, was die Arbeit enorm erleichtert.

…Schleudern

Beim Schleudern fallen dann verschiedene Arbeiten an:

Die Waben sind von dem von den Bienen angebrachten Deckelwachs zu befreien. Wir machen das nach wie vor auf die traditionelle Art mit sog. Entdeckelungsgabeln.

Die so vorbereiteten Waben werden geschleudert. Das Deckelwachs wird gesammelt, den darin noch enthaltenen Honig lasse ich ein paar Tage abtropfen und das verbliebene Deckelwachs wird eingeschmolzen.

…Sieben

Der geschleuderte Honig wird direkt am Auslaufhahn  der Schleudern mit einem Doppelsieb ( grob und mittel ) von Schwebkörpern befreit und später dann auch noch durch ein Spitzsieb ( fein ) gegeben.

…Abschäumen

Noch verbleibende Schwebstoffe sammeln sich später zusammen mit  aufsteigenden Luftblasen im Honigeimer schaumartig  an der Oberfläche und können dort mit einem Löffel oder Teigschaber entfernt werden.

…Rühren

Sobald der Kristallisationsprozess Fahrt aufnimmt ist der Honig zu rühren. Die Zeitdauer, bis es soweit ist, kann zwischen wenigen Tagen ( Rapshonig ) und mehreren Monaten( Sommertracht ) schwanken. Durch das Rühren soll verhindert werden, dass sich größere Kristalle bilden, die man deutlich auf der Zunge spüren und die das Geschmackserlebnis beeinträchtigen können. Ich habe mir für das Rühren des Honigs vor ein paar Jahren einen „Rührmeister“ gekauft, mit dem das ganze dann maschinell zu erledigen ist. Zwar muss ich dabei die schweren Honigeimer auf den Drehteller wuchten, insgesamt bin ich mit dem Gerät aber sehr zufrieden

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…Abfüllen und Etikettieren der Gläser

Dann bleibt nur noch den Honig in Gläser abzufüllen und zu etikettieren, bevor er dann in den Verkauf kommt.

Genießen …

Das ist der letzte Abschnitt der Honigverarbeitung. Denn qualitativ hochwertiger Honig ist lecker. Dabei sollten wir als Konsumenten auch an die enorme Leistung der Honigbienen denken. Die Bienen müssen durchschnittlich 3x um den Globus fliegen, damit der Imker ein Glas mit 500 Gramm Honig füllen kann. Dabei trägt eine einzelne Bienen in ihrem Leben etwa einen halben Teelöffel dazu bei. Und schließich…

Honig ist gesund!

Echter Honig ist aufgrund seiner reichhaltigen Inhaltsstoffe, wobei insbesondere die von den Bienen produzierten Enzyme zu erwähnen sind, sehr gesund. Studien belegen, dass selbst Diabetiker und Übergewichtige nicht auf den Genuss von Honig verzichten müssen.https://deutscherimkerbund.de/download/0-242-Honigstudie_Diabetis-pdf. Zudem gibt es Berichte, dass Honig selbst in der Schulmedizin zur Behandlung von offenen Wunden eingesetzt wird.

Honig aus der Imkerei Misburg
Mein Honigangebot beschränkt sich auf Frühtrachthonig (Eingetragen von April bis Ende Mai , teilweise auch als Rapshonig), und Sommertrachthonig (Eingetragen von Ende Mai bis im August).  Meinen Honig sortiere ich nach Standorten der Bienen und nach Erntedatum. Eine standortübergreifende oder eine Mischung mit Fremdhonigen erfolgt bei mir nicht.

Von der Frühtracht 2022 gibt es jetzt wieder Rapshonig, den meine Bienen in der Nähe von Sehnde eingetragen haben, und auch die Frühtracht aus Misburg haben wir inzwischen abgefüllt.

Den Sommertrachthonig 2022  haben wir inzwischen auch abgefüllt. Wir konnten die Bienen, die wir auswärts im Rapsfeld  platziert hatten, wieder dort belassen. Der Raps war dann zwar verblüht, der Bauer hatte aber in der Nähe eine Grünbrache mit einer Wildblumenmischung eingesät und so eine attraktive Nektarquelle geschaffen. Für den Geschmack dürften unterschiedlichste Blüten  eine Rolle gespielt haben ( u.a. Rotklee und Phacelia ).  In Misburg wird nach meinem Eindruck der Geschmack der Sommertracht in diesem Jahr durch die Lindenblüte geprägt.

Die Bienen haben sich auch im vergangenen Jahr sehr viel Mühe gegeben. Der Jahrgang 2022 ist wieder sehr lecker, variiert aber wie immer spürbar im Geschmack. Daher biete ich ja auch an, den Honig zu verkosten um die eigenen Favoriten zu finden. Denn bekanntermaßen sind Geschmäcker ja nun mal verschieden.

Entsprechend ausgezeichnete Sortenhonige habe ich bisher nicht im Programm, weil dies die Einrichtung eines auswärtigen Bienenstandorts (Wanderimkerei) und eine kostspielige Honiganalyse erfordert. Auch mein Rapshonig wird als Frühtrachthonig etikettiert. Der Standort, die Farbe und auch der Geschmack sprechen aber für sich.

Flüssige und feste Honige: Eine Frage der Qualität ?
Bei der Honigernte ist Honig grundsätzlich flüssig, sonst ließe er sich auch nicht schleudern. Danach setzt früher oder später ein Kristallisationsprozess ein, der in der Regel dafür sorgt, dass Honig fester wird und teilweise eine sehr feste Konsistenz hat. Das hat ebenso wenig eine Bedeutung für die Qualität wie Ausblühungen, zu denen es gelegentlich kommt. Gleiches gilt für eine leicht kristalline Struktur des Honigs, wenn man mitunter kleinere Kristalle auf der Zunge spürt. Der Imker versucht zwar die Konsistenz durch Rühren des Honigs zu steuern, dies gelingt aber nicht immer, weil sich  der Kristallisationsprozess  nach der Abfüllung mitunter im Glas fortsetzt. Wenn der Honig einmal zu hart wird, kann er durch leichtes (!) Erwärmen z.B. im Wasserbad wieder geschmeidig gemacht werden. Die Temperatur sollte 40 Grad nicht übersteigen, weil sonst viele der Inhaltsstoffe auf der Stecke bleiben und nur noch Zuckersirup mit Honiggeschmack  übrig bleibt.

Honiggläser
Ich vertreibe meinen Honig nur in den vom Deutschen Imkerbund (DIB) lizensierten Gläsern und Etiketten, die – einer Symbiose gleich – nur zusammen verwendet werden dürfen. Damit unterwerfe ich mich freiwillig den im Vergleich zur Honigverordnung höheren Qualitätsanforderungen, die auch durch entsprechende Prüfungen begleitet werden. Pfand  berechne ich für meine Gläser zwar nicht, nehme diese aber – wie andere Imker auch – gern wieder zurück. Ein Glas kostet über 50 Cent, abgesehen davon handelt es sich um einen Rohstoff. Die Etiketten lassen sich in einem warmen Wasserbad mit Spülmittel und etwas Geduld leicht lösen, jedenfalls so lange die Gläser noch nicht in einem Geschirrspüler waren.

Honigverkostung
Wenn ich meinen Honig auf lokalen Märkten zum Verkauf anbiete ist es für mich selbstverständlch, eine vorherige Verkostung zu ermöglichen. Abgesehen von einem typischen Honiggeschmack, der bei den meisten Honigen festzustellen ist,  variert der Geschmack der Honige in Abhängigkeit  vom Standort, dem Zeitpunkte der Ernte und zudem von Jahr zu Jahr z.T. sehr deutlich. Hinzu kommt, dass die Geschmäcker der Menschen nun einmal sehr verschieden sind. Machen Sie  von diesem Angebot also Gebrauch!

Honigverkauf
Meinen Honig verkaufe ich nur direkt auf lokalen Märkten ( Terminankündigungen finden Sie unter „Terminen“ ) und

Bitte nur nach Terminabsprache !

auch an der Haustür. Bequem ist es, wenn Sie unseren Garteneingang im Efeuhof nutzen. Gegenüber vom Efeuhof 14 können Sie direkt vor unserem Caport parken, durch unseren Garten gehen und kommen dann – an den Bienen vorbei – zu unserem Wohnhaus.

Die Honigvorräte sind wieder aufgefüllt …

(Fest-)Preise:

500 g:    6,00 €
250 g:    4,00 €

Wenn Sie Interesse haben, schreiben Sie mir gerne eine kurze E-Mail oder rufen Sie mich an ( 0511 585107 ). Bei Abwesenheit können Sie auch eine Nachricht auf dem AB hinterlassen, wir rufen dann baldmöglichst zurück. Sonst laufen Sie Gefahr niemanden anzutreffen oder dass kein Honig mehr verfügbar ist. Außerdem gibt es auch bei mir – man mag es kaum glauben – Situationen ( z.B., wenn ich Gäste habe oder mit irgendeinem anderen Projekt befasst bin… )  in denen überraschend auftauchende Honigkunden gerade nicht passen würden. Das sind dann halt die Ausnahmen, die die Regel bestätigen, dass ich mich über jeden Besuch sehr freue!

Grundsätzlich würde ich immer empfehlen, den Honig von regionalen Imkern zu kaufen. Neben den Vorgaben vom Deutschen Imkerbund gibt es auch weitere Qualitätsmerkmale an denen Sie sich orientieren können. Auf der folgenden Seite habe ich ein paar Informationen zusammengefasst, die Sie beim Honigkauf im Supermarkt bedenken sollten. Ich empfehle auch immer, den Honig vorher zu probieren. Abgesehen von einem typischen Grundgeschmack, den jeder Honig hat, variiert der Gesamtgeschmack in Abhängigkeit vom Standort, dem Trachtangebot und dem Bienenvolk teilweise sehr stark. Deshalb biete ich grundsätzlich eine vorherige Honigverkostung an.